Zielsetzung

ZIELSETZUNG


BRANDOPFERHILFE SAARLAND e.V. wurde am 07.01.2017 offiziell gegründet.
Zielsetzung des Vereins ist eine unbürokratische Sofortversorgung von
Einzelpersonen oder Familien, die unverschuldet Opfer eines Hausbrandes
geworden sind.

Im Falle von plötzlich eingetretenen Notlagen sollen so in Zukunft Hilfsgüter des
täglichen Bedarfs für Bedürftige gefunden und schnellstmöglich verteilt werden. Dies
können beispielsweise Möbel und Kleidung als Erstausstattung oder Spielzeuge für
Kinder sein. Oder Geldspenden werden zielgerichtet eingesetzt. Auch soll dringend
benötigter Wohnraum als Ersatz oder Übergang im Rahmen des zur Verfügung
stehenden Budgets der Betroffenen gefunden werden.

Um dies zu ermöglichen, bedarf es eines gut strukturierten Netzwerkes – also:
• Hilfskräfte, die Kontakt zu Betroffenen herstellen
• Medien, die unterstützend die Hilfsthematik aufgreifen und darüber berichten,
wenn „Not am Mann ist“
• Öffentlichkeit, die über soziale Netzwerke oder andere Kontaktmöglichkeiten
hilfsbereite Unterstützer findet (ob für Sach- oder Geldspenden, aber auch
mögliche Vermieter)

Wenn also alle an einem Strang ziehen, gilt das allseits bekannte Motto „Großes
entsteht immer im Kleinen“.

 

DIE IDEE ZUR VEREINSGRÜNDUNG


Die Idee zum Verein BRANDOPFERHILFE SAARLAND e.V. entstand im Dezember
2016, als das Gründungsmitglied Dominik Werner aus Dillingen und seine
Patchwork-Familie selbst Opfer eines Hausbrandes wurde und kurz vor Weihnachten
völlig unerwartet vor dem Nichts stand.

Durch soziale Netzwerke, persönliche Kontakte und Medienberichterstattung gelang
es, innerhalb einer Woche nicht nur ein neues Heim, sondern auch eine komplette
Erstausstattung zu organisieren.

Damaliger Initiator der Spendenaktion und ebenso Gründungsmitglied Holger Staab
stand da vor einem überwältigenden Ergebnis der Hilfsbereitschaft: „Wir bekamen
innerhalb kürzester Zeit soviel Zuspruch aus dem Saarland und angrenzenden
Bundesländern, dass wir unterm Strich schon jetzt in der Lage sind, um Betroffene
von etwa fünf Hausbränden mit Hausrat versorgen zu können“, so sein Fazit. Die
Idee der Vereinsgründung war geboren.

Die logistischen Netzwerke funktionierten schon damals einwandfrei:
• Der Hilfsaufruf wurde bei Facebook rund 1400 mal geteilt und erreichte so
direkt tausende Menschen aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz bis Hessen,
die sich hilfsbereit beim Organisator zurück meldeten
• Lokale Medien berichteten vom Schicksal der Patchwork-Familie und sorgte
mit für eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft
• Der Helferverein des THW Dillingen übernahm den Transport und
Unterbringung der Hilfsgüter
• Der Helferverein des THW Dillingen übernahm den Transport der Hilfsgüter
aus dem Saar-Pfalz-Kreis nach Dillingen
• Die Online-Plattform „Spotted: Merzig“ übernahm den Transport der Hilfsgüter
aus dem Raum Merzig-Wadern nach Dillingen
Unterm Strich sollen diese Kanäle und Kontakte im neu gegründeten Verein weiter
leben und ausgebaut werden.

 

HILFE & ABLAUF

Im Falle künftiger Brandopfer ist ein rasch funktionierendes Netzwerk von
„Verbindungsknüpfern“ notwendig. Optimal in unseren Vorstellungen ist eine direkte
Ansprache der Betroffenen durch Polizei, Hilfsdienste, Bürgermeister, o.ä. schon
bereits am Schadentag, um den Kontakt zu unserem Verein herzustellen.
Im ersten Schritt erhält der Betroffene einen Fragebogen, mit Hilfe dessen seine
Bedürftigkeit und genauen Hilfswünsche ermittelt werden. Vorausgesetzt wird der
ausdrückliche Wunsch, dass via Öffentlichkeitsmotivierung passende Helfer und
Spender gefunden werden sollen.


Anschließend werden wir aktiv: Information von Öffentlichkeit und Presse via
kanalisierter Mitteilungen in Internet und Medien. So liegen schon mit Anmeldung der
Betroffenen Daten wie Kontaktmöglichkeiten (für die Presse) sowie gefilterte
Angaben zu Art und Größe der benötigten Hilfsgüter (wie Kleidung / Wohnraum) vor.

Nach dem erfolgten öffentlichen Aufruf werden zu spendende Güter über
befreundete Helfervereine und andere Unterstützer an einen zentralen Lagerort
transportiert und an die Betroffenen weiter verteilt. Zum Teil erfolgt die Ausgabe auch
als Leihgabe, bis die Betroffenen einen Ausgleich durch Versicherungen erhalten.
Aktuell nicht benötigte Güter werden für weitere Hilfsaktionen zwischengelagert.
So lagern aus der ersten gemeinsamen Hilfsaktion der Gründer, aus der das
Entstehen unseres Vereins resultiert, noch Güter für die Erstausstattung von etwa
vier bis fünf Haushalten. Dies zeigt, wie effektiv eine öffentliche Suche nach Helfern
und Unterstützern sein kann.


Über eine finanzielle Unterstützung von Betroffenen entscheidet der Verein in einem
Gremium nach Prüfung der gemachten Angaben. Geldmittel könnten beispielsweise
bei der Beschaffung von Erstausstattungsgütern, die nicht über Spendenaufrufe
generiert werden konnten, eingesetzt werden. Aber auch Hilfe bei Kaution oder Miete
bei der Anmietung einer Übergangswohnung ist denkbar, sowie weitere
zielgerichtete Leistungen.


Spender erhalten natürlich eine Quittung zur Vorlage beim Finanzamt. Wichtig dazu
ist, dass in der Überweisung die volle Anschrift und eine Emailadresse genannt wird,
um die Quittung auf elektronischem Wege zusenden zu können.


Wir als mittlerweile gegründeter Verein sind aus Erfahrung der ersten gemeinsamen
Hilfsaktion, die für die Gründung dieses Vereins ausschlaggebend war, der festen
Überzeugung: Wenn Behörden, Presse, andere Vereine, Hilfsorganisationen, Firmen
und Privatpersonen an einem Strang ziehen, ist umgehende Hilfe garantiert.